- 28. Juli 2022

Steuerentlastungsgesetz 2022: Auswirkungen auf Musterfälle

Die Bundesregierung hat im Mai das Steuerentlastungsgesetz beschlossen. Dieses soll Preiserhöhungen entgegen wirken. In den Lehrmitteln und Musterfällen der DATEV-Bildungspartnerschaft tragen wir dem mit einer Sonderauflage Rechnung.

Um die Bevölkerung von erheblichen Preiserhöhungen, nicht zuletzt bei den Energiekosten, zu entlasten, sah sich die Bundesregierung zum Handeln gezwungen. Diese Entlastung soll mit dem Steuerentlastungsgesetz sowohl eine finanziell als auch durch Steuervereinfachung realisiert werden. In diesem Zuge gelten rückwirkend ab 01. Januar folgende Regelungen:

  • Der Arbeitnehmerpauschbetrag bei der Einkommensteuer wird um 200 Euro auf 1.200 Euro angehoben.
  • Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt um 363 Euro auf 10.347 Euro.
  • Die Entfernungspauschale für Fernpendler (ab dem 21. Kilometer) wird befristet bis 2026 von 35 auf 38 Cent erhöht.

Im Rahmen eines zweiten Entlastungspakets wurden außerdem gebilligt:

  • Energiepreispauschale: Erwerbstätige, Selbstständige und Gewerbetreibende erhalten eine einmalige Energiepreispauschale von 300 Euro. Die Auszahlung erfolgt ab September 2022 über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers. Selbstständige erhalten einen Vorschuss über eine einmalige Senkung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlung.
  • Kinderbonus: Für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht, gibt es einen Einmalbonus von 100 Euro. Die Zahlung erfolgt ab Juli 2022 und wird – wie in der Vergangenheit – auf den steuerlichen Kinderfreibetrag angerechnet

Umsetzung in den Lehrmitteln für Bildungspartner

Für diese Lehrmittel stellen wir im Oktober eine nochmals überarbeitete Auflage zur Verfügung, die die Regelungen des Steuerentlastungsgesetzes 2022 enthalten:

  • Personalwirtschaft mit DATEV
  • Lohn und Gehalt in der Praxis
  • Ermittlung der Einkunftsarten
  • Vermietung und Verpachtung
  • DV-Anlagenbuchführung

Berücksichtigt werden die Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags, des Grundfreibetrags und der Entfernungspauschale sowie die Gewährung eines sogenannten „Kinderbonus“. Die rückwirkenden Anhebungen des Grundfreibetrags und des Arbeitnehmer-Pauschbetrags zum 01.01.2022 wirkten sich (ebenfalls rückwirkend) auf das Lohnsteuer-Abzugsverfahren im Juni 2022 aus. Die dadurch bedingten Nachberechnungen lassen sich im Rahmen unserer Lehrmittel technisch leider nicht darstellen. Wir bitten dies zu entschuldigen!

Über die Verfügbarkeit informieren wir im BILDUNGSforum online sowie per Partner-E-Mail.

Zum Autor

Marco Ettinger
Marco Ettinger

Dipl.-Germ. Teil des Kommunikations-Teams der DATEV-Bildungspartnerschaft.

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